Veranstaltungsprogramm: Frauen, die Mecklenburg-Vorpommern bewegen

Veranstaltungsprogramm: Frauen, die Mecklenburg-Vorpommern bewegen

Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung MV. All rights reserved.

Welche Persönlichkeiten fallen Ihnen ein, wenn Sie an Mecklenburg-Vorpommern denken? Uwe Johnson, Ernst Barlach, Fritz Reuter, Otto Lilienthal oder Joachim Gauck?

Noch hat es kaum eine Frau in die Liste berühmter Persönlichkeiten unseres Bundeslandes geschafft – obwohl viele diese Anerkennung mehr als verdient haben. Mit unserer Ausstellung wollen wir den Blick auf sie lenken und Ihnen außergewöhnliche, engagierte und fortschrittliche Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern vorstellen!

Egal ob Ärztin, Bürgerrechtlerin, Entdeckerin oder Künstlerin – es sind Frauen, die den Mut hatten, ihren eigenen Weg zu gehen und dabei unsere Zivilgesellschaft mitgeprägt haben. Die Rostockerin Dietlind Glüer inspiriert uns mit ihrem Einsatz für Alternativen zum bestehenden politischen System der DDR. Annelise Pflugbeil brachte die Bachwoche nach Greifswald. Und Steffi Brüning trägt mit ihrer zeitgeschichtlichen Forschung zur Rehabilitierung von Opfergruppen bei.

Diese und weitere beeindruckenden Vorreiterinnen, Querdenkerinnen und Heldinnen können entdeckt werden. Zur Eröffnung laden wir Sie am Dienstag, den 13. November um 18 Uhr herzlich in das Internationale Begegnungszentrum ein. Gern verweisen wir auf unser gemeinsam mit dem Landesfrauenrat, dem Frauenbildungsnetz u. a. organisiertes Programm.

 

Di, 13.11. | LOHRO: Focus Female Voices

Eines Beweises, dass es genug gute Musik von Frauen gibt, bedarf es nicht. Wusstet ihr, dass bei einigen Radiosendern gilt: ‚Nicht mehr als zwei Frauengesänge hintereinander, sonst schaltet der Hörer um‘.
Konservative Airplay-Konventionen gibt‘s bei Radio LOHRO nicht. Dafür von 6.00 bis 19.00 Uhr Songs von Frauen. Von Noga Erez, Kat Frankie, Joan As Police Woman, Lana Del Rey, Aretha Franklin, Hundreds, Fieh, Theodor Shitstorm, Marmozets, Haiyti und Beth Ditto. Außerdem gibt’s ein Studiogespräch über Gender-Balance im Radio und über die Ausstellung „Frauen, die Mecklenburg-Vorpommern bewegen“.

veranstaltet von: LOHRO, Heinrich-Böll-Stiftung MV

 

Di, 13.11., 16 – 17.30 Uhr | Rostock, Treffpunkt Steintor

Auf den Spuren bedeutender Frauen – Rostocker Stadtspaziergang

Der 12. November 1918 ist die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums gehen wir gemeinsam mit Pat Wunderlich den Lebenswegen bedeutender Frauen nach. Eine dieser Frauen ist Dietlind Glüer, die für ihr Engagement während der Friedlichen Revolution in Rostock zur ersten Ehrenbürgerin der Hansestadt ernannt wurde. Der Stadtspaziergang endet im IBZ, wo die Ausstellung „Frauen, die Mecklenburg-Vorpommern bewegen“ um 18 Uhr eröffnet wird.

veranstaltet von: Frauenbildungsnetz MV, Heinrich-Böll-Stiftung MV

 

Di, 13.11., 18 Uhr | IBZ, Bergstraße 7a, Rostock

Vernissage „Frauen, die Mecklenburg-Vorpommern bewegen“

Unsere Ausstellung zeigt, wie sich Frauen im Nordosten für ihre Rechte, für Demokratie, für eine lebendige Kultur und für ein besseres Leben eingesetzt haben. Wir porträtieren Frauen wie Carola Stern, die sich zeit ihres Lebens für die Menschenrechte engagierte. Oder die Schriftstellerin Brigitte Reimann. Die Ärztin Franziska Tiburtius. Oder Annelise Pflugbeil, Gründerin der Greifswalder Bachwache. Und die Rostocker Historikerin Steffi Brüning, die mit ihrer Forschung ein bislang wenig beachtetes Stück Zeitgeschichte aufarbeitet. Alle 19 Frauen hatten den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen und haben unsere Zivilgesellschaft mitgeprägt.

veranstaltet von: Heinrich-Böll-Stiftung MV, Landesfrauenrat M-V und Frauenbildungsnetz MV.

 

14.11. – 4.12. | FRIEDA 23, Friedrichstr. 23, Rostock

Ausstellung „Frauen, die Mecklenburg-Vorpommern bewegen“

 

Mi, 07.11., 19.30 Uhr | Stadtbibliothek Rostock, Kröpeliner Str. 82
Lesung & Gespräch mit Karen Duve „Fräulein Nettes kurzer Sommer“

Die junge Annette von Droste-Hülshoff: 23 Jahre alt, heftig, störrisch und vorlaut. Sie ist das schwarze Schaf, das nicht in die Herde ihrer adligen Verwandten passen will. Während ihre Tanten und Cousinen brav am Kamin sitzen und sticken, zieht sie mit einem Berghammer bewaffnet in die Mergelgruben. Das Schlimmste aber ist ihre scharfe Zunge. Wenn über Kunst und Politik gesprochen wird, mischt sie sich ungefragt ein.

Karen Duve zeigt die später berühmte Dichterin und Komponistin als gewitzte, freiheitsliebende junge Frau.

Moderation: Alexander Solloch, NDR Kultur

veranstaltet von: Stadtbibliothek Rostock, Literaturhaus Rostock

Eintritt: 7,-/5,- EUR (erm., Vvk.: Stadtbibliothek Rostock)
 

Fr., 23.11., 20 Uhr | Möckelsaal im Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, Rostock

Lesung & Gespräch mit Annett Gröschner: „Berolinas zornige Töchter – 50 Jahre Berliner Frauenbewegung“

Der Aufbruch der Frauen war eines der nachhaltigsten Ergebnisse der 68er-Bewegung. Im Westen des geteilten Berlins entstanden u. a. das erste autonome Frauenzentrum und die erste feministische Zeitung. Im Ostteil waren die politischen Bedingungen einer unabhängigen Frauenbewegung andere. Trotzdem oder gerade deswegen wurde der Unabhängige Frauenverband zur wichtigen Kraft bei der Wiedervereinigung 1989. 
Annett Gröschner war selbst Teil dieser unabhängigen Frauenbewegung der DDR. 
Souverän, versiert und wunderbar lesbar gelingt ihr die Rekonstruktion der Frauenbewegungen und ihrer Deutungen von 1968 bis heute.

Moderation: Claudia Kajatin, Geschäftsführerin Landesfrauenrat M-V

veranstaltet von: Heinrich-Böll-Stiftung MV, Landesfrauenrat M-V, Literaturhaus Rostock

Eintritt: 5,-/3,- EUR (erm.)
 

Fr., 21.12. | FRIEDA 23 Hof, Friedrichstr. 23, Rostock

Kurzfilmnacht „Irgendwas mit Frauen“

Es ist die kürzeste Nacht des Jahres – und die lange Nacht des kurzen Films. Das FiSH Festivalteam hat die Archive durchsucht und ist fündig geworden. Zu sehen gibt es tolle, packende, schräge, witzige Kurzfilme über, mit und vor allem von Frauen – open air bei Feuer und Glühwein.

veranstaltet von: FiSH-Festivalbüro

 

Fr, 18.01.2019, 10 – 17 Uhr | FRIEDA 23, Friedrichstr. 23, Rostock

Seminar: Haltung zeigen! Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen

Das Seminar vermittelt Wissen und Kompetenzen im Bereich Antifeminismus und trainiert den Umgang mit antifeministischen Aussagen. Hierbei steht vor allem Stärkung und Sichtbarmachung der eigenen Haltung im Fokus. Durch vielfältige Methoden werden Teilnehmende in ihrer Argumentationssicherheit gestärkt. Ziel ist es, eine souveräne Haltung und Position zu entwickeln, um sich dem aktuellen Gegenwind und Diffamierungen selbstsicher entgegenzustellen.

Trainer*innen: Wiebke Eltze und Lisa Gutsche GEGENARGUMENT

Kosten: 15 EUR, ermäßigt 10 EUR

Begrenzte Platzzahl. Die Anmeldung ist erst nach Erhalt einer schriftlichen Anmeldebestätigung verbindlich.

Anmeldungen an: post@boell-mv.de
 

15. - 16.03.2019 | Haus der Kirche, Güstrow

Seminar: Frauen im Aufbruch. 30 Jahre nach 1989 - Lebenswege von Frauen. Eine Positionsbestimmung.

Wie sieht das unabhängige, emanzipierte Leben von Frauen in ihrer Lebensmitte in der heutigen Gesellschaft aus? Spielen Ost- und West-Biografien für die Sozialisation noch eine Rolle? Wie stark prägt der Feminismus den eigenen Lebensentwurf? Im Seminar sollen auch eigene Ziele definiert werden können.

Seminarleitung und Coaching: Renate Heusch-Lahl, Journalistin, Coach

Seminarkosten inkl. Übernachtung und Vollverpflegung: 89,- EUR

veranstaltet von: Heinrich-Böll-Stiftung MV

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