Die Jury Gabriela Gielow, NDR, Preisträgerin `98 Ernst Elitz, Intendant Deutschlandradio und Deutschlandfunk Hans - Ulrich Jörges, stellvertr. Chefredakteur "Die Woche" Gerd Lange, EXPO - Berater, Journalist Peggy Salz-Trautmann, Freie Journalistin für Times - Magazin, US Today, wurde in die Jury berufen, konnte aber an der Entscheidung leider nicht teilnehmen. Sparte Print Medienpreis: Claudia Thoelen ...für ihre Fotoreportage über Wohnungs- und obdachlose Frauen. Veröffentlicht wurden die Fotos unter anderem in "Fifty - Fifty", die Fotos entstanden für eine Ausstellung im Auftrag der Frauenbeauftragten des Landes. Sparte Hörfunk Medienpreis: Alexa Hennings ...für "Wenn Mutti früh zur Arbeit geht...", Kindererziehung in der DDR 95 Prozent aller DDR - Kinder gingen in den Kindergarten. Dort sollten "sozialistische Persönlichkeiten" aus ihnen werden, was zuallererst hieß: ordentlich, pünktlich, sauber zu sein. Die Gruppe stand über allem, der eigene Kopf machte Kopfzerbrechen. Eine Erziehung, die Spuren hinterließ - bis heute. Frauen, die nun selbst Mütter sind, erinnern sich an ihre Kindergartenzeit in der DDR. An die Bemühungen, diese Zeit zu vergessen und die eigenen Kinder anders groß werden zu lassen. An die manchmal vergeblichen Versuche, die frühen Erfahrungen zu verdrängen, weil sie heute als untauglich empfunden werden: Jetzt zählt das Individuum, das sie nie gelernt hatten, zu sein. Sparte Fernsehen/Film Medienpreis: Thomas Berndt, Nicola von Hollander, Volker Steinhoff ...für "Die braune Wahlschlacht", Rechtsradikale auf Stimmenfang in Mecklenburg - Vorpommern Drei rechtsradikale Parteien kämpften in Mecklenburg - Vorpommern um den Einzug in den Landtag - DVU, NPD und Republikaner. Nicht nur bei jungen Wählern finden sie erstaunlich viel Zuspruch. Wahlforscher rechneten mit einem Stimmenpotential von bis zu 20 Prozent für die rechtsradikalen Parteien. Die NDR - Reporter berichten von konspirativen Naziversammlungen, dokumentieren Umsturzparolen von Funktionären, besuchen mit der Kamera Kandidaten und ihre Wähler in ihren Wohnungen. Zu Wort kommen aber auch verängstigte Menschen und überforderte Behördenvertreter, die dem Treiben der Rechtsradikalen hilflos gegenüberstehen. Auch für die NDR - Reporter waren die Dreharbeiten nicht einfach. Mehrfach wurden sie massiv bedroht - vor Ort und am Telefon. "Die braune Wahlschlacht" ist eine bedrückende Momentaufnahme - gesendet wurde sie sechs Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg - Vorpommern.
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