Medienpreis 2000
Walter Krieg erhielt den Medienpreis in der Sparte Film für seinen Bericht über den Kampf des Schweriner Staatstheaters ums Überleben.

- Bei der Preisverleihung
Die Jury
Nicola von Hollander, NDR, Preisträgerin `99
Hans - Ulrich Jörges, stellvertr. Chefredakteur "Die Woche"
Henrik Kaufholz, Dänischer Korrespondent "Politiken", Berlin
Hans-Ulrich Köhler, Ressortleiter Mitteldeutsche Zeitung
Sparte Print
Medienpreis: Renate Meinhof
...für ihre Reportage, "Der letzte Fischer von Gieben auf Hiddensee"
Süddeutsche Zeitung vom 01.04.2000
Sparte Hörfunk
Medienpreis: Alexa Hennings
...für "Kaputte Ideale und neuer Mut?
Wie "die von damals" nach der Wende ins öffentliche Leben zurückfinden
Sendung 1. März 2000, NDR 4
Sie waren Lehrerin oder Schuldirektorin, Pionierleiterin: Funktionäre oder auch nur Mitglied in der SED, Mitarbeiter von gesellschaftlichen Institutionen. Irgendwie gehörten sie - wenn auch ganz unten - zur Nomenklatura der DDR, und genau deshalb mußten sie nach der Wende gehen. Oft vor der Zeit, Anfang 50. Viele konnten die Schmach nicht ertragen - sie reagierten mit dem Rückzug ins absolut Private, dem heimlichen Beschluss, nie wieder irgendwo mitzumachen. Doch es gibt auch Gegenstrategien. Versuche, dem eigenen Jammertal zu entrinnen, den gang der Dinge zu akzeptieren und - wieder - in ihn einzugreifen. Zehn Jahre nach der Wende haben wieder viele Genossen den Weg ins Leben zurück gefunden. Weil das Leben auch mit "denen von damals" heute weitergehen muss. Und weil es gut ist, dass gerade sie öffentlich machen, was in den letzten Jahren in ihren Köpfen passiert ist.
Sparte Fernsehen/Film
Medienpreis: Walter Krieg
...für "Theater in Not - Schwerin auf Sparkurs"
Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin steht vor dem künstlerischen und wirtschaftlichen Ruin. Die Stadt Schwerin will ihren Jahreszuschuss von bisher 13 auf drei Millionen kürzen. Wie das gehen soll, erfuhr der Intendant vom Stadtkämmerer: durch Abbau von 70 Arbeitsplätzen. Auf den Barrikaden sind in Schwerin nicht nur die Theaterleute, sondern auch die Zuschauer. Sie wollen Dreisparten-Betrieb aus Schauspiel, Oper und Ballett erhalten.
