Quo vadis Iran?
mit Wahied Wahdat-Hagh, European Foundation for Democracy
Der Iran ist gegenwärtig eine "Republik" ohne einen republikanischen Geist. Die moderne Herrschaft des politischen Islam ist nicht vom Himmel gefallen. Sie hat eine irdische Geschichte der politischen Philosophie der Herrschaft. Wahied Wahdat-Hagh, Politikwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der "European Foundation for Democracy" in Brüssel, führt an diesem Abend in die khomeinistische Staatsphilosophie und Totalitarismustheorie ein und gibt Auskunft über verschiedene Elemente der Herrschaft wie die Diskriminierung von Frauen und religiösen Minderheiten, die monopolisierte Kontrolle der Massenmedien und das Terrorsystem nach innen und außen. In diesem Zusammenhang wird auch nach der Rolle der Proteste und der sozialen Bewegungen gefragt. Ist die „Islamische Republik Iran“ reformierbar? Wie steht es um eine Demokratisierung?
Dr. Wahied Wahdat-Hagh ist Soziologe und Politikwissenschaftler und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der "European Foundation for Democracy" in Brüssel. Er promovierte an der Freien Universität Berlin. 2003 erschien seine Dissertation: „‚Die islamische Republik Iran‘. Die Herrschaft des politischen Islam als eine Spielart des Totalitarismus“.