Weiblich – engagiert – anders. Frauen in Mecklenburg-Vorpommern im Wandel der Zeit
Welche Persönlichkeiten fallen Ihnen spontan ein, wenn Sie an Mecklenburg-Vorpommern denken? Otto Lilienthal, Ernst Barlach, Fritz Reuter oder Walter Kempowski? Alles Männer! Gibt es denn keine bedeutende Frau in der Geschichte unseres Landes? Von insgesamt 23 außergewöhnlichen und engagierten Frauen erzählt unsere Ausstellung.
Weiblich – engagiert – anders. Frauen in Mecklenburg-Vorpommern im Wandel der Zeit
Auch anderswo haben mehr Männer als Frauen einen Platz in der öffentlichen Erinnerung. Das hat mit dem Frauenbild – nicht nur – der Vergangenheit zu tun. Zum Glück werden heute mehr Frauen ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, die „im Stillen“ ihren Beitrag geleistet haben bzw. wegen ihres unangepassten oder allzu fortschrittlichen Auftretens totgeschwiegen wurden.
Dazu gehört zum Beispiel die auf Rügen aufgewachsene Ärztin Franziska Tiburtius, die trotz vieler Hindernisse als erste Frau ihre eigene Praxis und später sogar eine Klinik eröffnete. Oder Auguste Sprengel, eine einfache Lehrerin aus Waren, die sich für die Bildung von Frauen einsetzte. Heute gilt sie wegen ihres Engagements als die „Mutter“ der Frauenschulbewegung. Weitgehend unbeachtet von der Fachwelt stirbt auch Rosa Katz 81-jährig in Stockholm. Dabei gilt ihr Buch über die Sprachentwicklung bei Kindern, das sie zusammen mit ihrem Mann David Katz verfasste, noch heute als Standardwerk auf diesem Gebiet.
Von insgesamt 23 solcher außergewöhnlichen und engagierten Frauen erzählt unsere Ausstellung. Wir zeigen Frauen aus verschiedenen Zeiten, die selbstbewusst ihr Leben in die Hand nahmen und sich für ihre Mitmenschen einsetzten – bzw. dies immer noch tun. Ihre Lebensläufe verdeutlichen nicht zuletzt, wie sehr sich die Zeiten gewandelt haben. Gleichzeitig sind die Biographien eng mit den gesellschaftlichen und politischen Ereignissen verbunden, gleich ob in Monarchie, Nationalsozialismus oder während der Wiedervereinigung.
Lebensläufe, Bilder und Werke sind im Laufe der Jahre verblasst oder gar verloren gegangen. Ihre Namen mögen nicht mehr bekannt sein, ihr Nachwirken ist jedoch unverkennbar. So soll mit dieser Ausstellung auch an alle bedeutenden Frauen erinnert werden, die nicht porträtiert werden konnten.
Technische Daten
Die Ausstellung besteht aus 41 Exponaten in Alu-Wechselrahmen, die mit Sehne zur Aufhängung versehen sind.
Kosten
Die Ausstellung kann kostenfrei entliehen werden. Transportkosten müssen vom Entleiher übernommen werden.
Haftung
Für die Unversehrtheit der Ausstellung haftet der Entleiher. Für Transportschäden haftet die Transportfirma.
Werbung
Bei der Bewerbung der Ausstellung helfen wir Ihnen gern.
Kontaktadresse
Heinrich-Böll-Stiftung MV
Mühlenstraße 9
18055 Rostock
fon: 0381 - 49 22 184
fax: 0381 - 49 22 156
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