„Lichtenhagen bewegt“ – Zeitzeugen erinnern sich

„Lichtenhagen bewegt“ – Zeitzeugen erinnern sich

03. Mär. 2016 von Heinrich-Böll-Stiftung MV
Lizenz: CC-BY-NC-ND

Durch die rassistischen Ausschreitungen von Lichtenhagen im August 1992 wurde das Rostocker Sonnenblumenhaus bundesweit bekannt. Über Tage hinweg waren die Übergriffe auf das hauptsächlich von Vietnamesen bewohnte Wohnheim Hauptthema in den Medien und sie führten den Menschen vor Augen, wozu ein Mob, aufgewiegelt von blindem Hass auf das Fremde, fähig ist.

Die Ereignisse von damals haben sich in das kollektive Gedächtnis der Rostocker und vieler Anderer eingegraben. In einer Zeit des Umbruchs legten sie tiefe gesellschaftliche Probleme offen, die zuvor nicht erkannt oder ignoriert wurden. Noch heute erzeugen die Bilder der Ausschreitungen, der Jubel der Schaulustigen und die Passivität der Anwohner Schrecken und Gänsehaut.

Um die Erinnerung an die Ereignisse am Leben zu halten, hat die Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Verein Bunt statt Braun und dem Filmemacher Christian Dzubiel einen Film produziert, in dem Zeitzeugen einen aufschlussreichen Einblick in die Hintergründe des damaligen Geschehen geben und durch ihre ganz persönlichen Schilderungen einen emotionalen Zugang schaffen.
Zeitzeugen:
    •    Dr. Wolfgang Richter, damaliger Ausländerbeauftragten der Hansestadt
    •    Mai-Phuong Kollath, Mitarbeiterin beim deutsch-vietnamesischen Verein Diên Hông – Gemeinsam unter einem Dach e.V. 1994 – 2010
    •    Thomas Laum, Leiter der Kriminalinspektion Rostock 1991 – 1997, heute Polizeipräsident des Präsidiums Rostock
 
Auftraggeber: Heinrich-Böll-Stiftung M-V in Zusammenarbeit mit Bunt statt braun

Autor: Christian Dzubiel

Dank an Spectacle Productions, Mark Saunders, Siobhan Cleary und der JAKOTA Design Group
Film und DVD wurden produziert mit Unterstützung von: Landeskoordinierung „Demokratie und Toleranz“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

 

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