„Die Anhörung: 10 Szenen aus dem Leben von W. Schnur – die Funktionsweise einer Diktatur“

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Wilhelm-Fraenger Institut, Prof. Jürgen Haase, in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mit Max Urlacher und Uli Plessmann

Wolfgang Schnur (1944 – 2016) galt in Rostock und darüber hinaus als brillanter Anwalt, der sich für seine Klienten mit dem DDR-Staat anlegte. Fast wäre er im Jahr 1990 der erste frei gewählte Ministerpräsident der DDR geworden. Was niemand ahnte: Schnur war nicht nur Anwalt für Oppositionelle und Christ, sondern zugleich 25 Jahre IM der Staatssicherheit.

Das Stück „Die Anhörung“ von Prof. Dr. Jürgen Haase basiert auf dem letzten Interview zwischen Wolfgang Schnur und dem Journalisten Alexander Kobylinski. Anstelle einer künstlerischen Bearbeitung stehen die originalgetreuen Aussagen Schnurs im Zentrum: ein einzigartiges Stück Zeitgeschichte, das deutlich macht, wie Diktatur funktioniert und was sie mit Menschen macht.

Nach der szenischen Lesung sprechen wir mit den beteiligten Künstlern, Prof. Jürgen Haase sowie dem Historiker Dr. Volker Höffer, Stasi-Unterlagen-Archiv Rostock im Bundesarchiv.

Moderation: Dr. Steffi Brüning, Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock/LpB MV, Susan Schulz, Heinrich-Böll-Stiftung MV

Eintritt: 5/8/10 Euro & Kulturticket, Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de